Presseinformation
München, 27. Februar 2013


Münchner Mietspiegel 2013 – Mietsteigerungen unter der Inflationsrate


Die allgemeinen Lebenshaltungskosten sind in den letzten Jahren stärker gestiegen als die Mieten in München. Dies ergibt ein Vergleich des jetzt vorliegenden Münchner Mietspiegels 2013 mit den Daten des Statistischen Landesamtes.
Danach erhöhten sich die allgemeinen Lebenshaltungskosten in den letzten 2 Jahren um 3,8 %. Die durchschnittliche monatliche Nettomiete in München erhöhte sich von € 9,79/m² (Mietspiegel 2011) auf € 10,13/m² (Mietspiegel 2013) somit um 3,5 %.
 
Dasselbe Bild ergibt sich bei einem längerfristigen Vergleich der Zahlen 2007 mit den aktuellen Werten.
Laut Mietspiegel 2007 betrug die durchschnittliche Nettomiete in München € 9,30/m²¸ laut Mietspiegel 2013 beträgt sie € 10,13/m²; Steigerung: 8,9 %  seit 2007.
Die allgemeinen Lebenshaltungskosten sind nach den Daten des Statistischen Landesamtes seit 2007 um 10,3 % und damit stärker als die Münchner Mieten gestiegen. Real sind die Mieten damit seit 2007 sogar gesunken.
 
Politiker – inzwischen aller großen Parteien – die in Wahlkampfzeiten immer noch von der „dramatischen Mietenentwicklung“ in München sprechen, um sich dann als „Retter“ der Mieten zu profilieren, wenn sie eine Reduzierung der Kappungsgrenze, Umwandlungsverbot, Änderungen bei der Mietspiegelerstellung etc. fordern, beschäftigen sich nur ungern mit solchen Zahlen. Vielleicht müssten sie dann ja behaupten, dass diese Zahlen falsch sind. Fraglich nur, welche? Die des Statistischen Landesamtes oder die des Mietspiegels?

 

2011

2013

Steigerung

Durchschnittliche Nettomiete
lt. Mietspiegel/m2
Verbraucherpreisindex
(Inflationsrate) lt. Statistischem Landesamt

9,79

10,13

+ 3,5 %

+ 3,8 %



 

2007

2013

Steigerung

Durchschnittliche Nettomiete
lt. Mietspiegel/m2
Verbraucherpreisindex
(Inflationsrate) lt. Statistischem Landesamt

9,30

10,13

+ 8,9 %

+ 10,3 %


Rechtsanwalt Rudolf Stürzer
Vorsitzender HAUS + GRUND MÜNCHEN