Selbstauskunft des Mieters

Von der schlechten Wirtschaftslage bleibt auch der Wohnungsmarkt nicht verschont. Immer mehr Mieter können die Miete nicht mehr bezahlen. Für den Vermieter kann dies zu erheblichen Mietausfällen führen.

Vor der Vermietung wollen sich Vermieter daher immer häufiger über die Einkommens- und Vermögensverhältnisse des Mietinteressenten informieren und verlangen von diesem eine schriftliche Mieter-Selbstauskunft.

"Zulässig sind alle Fragen, die für das Mietverhältnis von wesentlicher Bedeutung sind, z. B. nach der beruflichen Tätigkeit, den Einkommensverhältnissen, den Gründen für den Wohnungswechsel, aber auch die Frage, ob in den letzten Jahren eine eidesstattliche Versicherung abgegeben oder ein Insolvenzverfahren durchgeführt wurde. Beantwortet der Mieter solche Fragen unzutreffend, kann der Vermieter den Mietvertrag wegen arglistiger Täuschung anfechten".

Unzulässig sind z. B. Fragen nach einer Schwangerschaft oder der Mitgliedschaft in einem Mieterverein. Solche Fragen darf der Mieter auch unrichtig beantworten.

"Das entsprechende Auskunftsformular, das der Haus- und Grundbesitzerverein München seinen Mitgliedern anbietet, sieht auch Angaben zum derzeitigen Vermieter sowie eine Zustimmung des Mieters zur Einholung einer Bankauskunft vor. Damit erhält der Vermieter Informationen darüber, wie das derzeitige Mietverhältnis gelaufen ist und ob der Mieter seinen übrigen Zahlungsverpflichtungen regelmäßig nachgekommen ist".

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